Ausbildungs-Awards

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BRV Ausbildungs-Awards

Den Wettbewerb veranstaltet der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk seit 2018 jährlich in Zusammenarbeit mit den Sponsoren Continental und Platin Wheels. Ziel ist es, mehr Betriebe für die eigene Nachwuchsausbildung und mehr Schulabgänger für eine Ausbildung in deutschen Reifenservicebetrieben zu motivieren. Die Preisverleihung findet traditionell auf der jährlichen Mitgliederversammlung des Verbandes statt.

Mit dem Ausbildungs-Award werden die drei besten Azubis ausgezeichnet, die im Vorjahr einen technischen oder kaufmännischen Ausbildungsberuf bei einem BRV-Mitglied erfolgreich abgeschlossen haben. Die Gewinner erhalten jeweils attraktive Sach- und Geldprämien sowie die Zusage zu einer Teilnahme an einem der BRV-Weiterbildungsangebote.

In der Kategorie Ausbildungsbetrieb wurde der Award 2018-2020 an BRV-Mitgliedsunternehmen verliehen, die im vergangenen Jahr im Reifenfachhandel und -handwerk ausgebildet und die Azubis bis zur Abschlussprüfung begleitet haben. Ausgezeichnet wurden hier die Personen/Ausbilder, die sich in herausragender Weise für die Ausbildung von jungen Menschen in der Branche aktiv engagieren.

Sponsoren des Awards


2024: Wettbewerbssieger sind zwei Handwerker und ein Kaufmann

Der Bundesverband Reifenhandwerk und Vulkaniseur-Handwerk (BRV, Bonn) hat auf seiner Mitgliederversammlung am 3. Juni in Köln die Preise im BRV Ausbildungs-Award 2024 verliehen. In diesem Jahr wurden zwei Handwerker und ein Absolvent einer kaufmännischen Ausbildung mit dem Branchennachwuchspreis ausgezeichnet. Platz 1 ging an Jan Billerbeck, ausgebildet zum Mechaniker für Reifen- und Vulkanisationstechnik (Fachrichtung Reifen- und Fahrwerktechnik) bei Reifenservice Billerbeck in Krayenberggemeinde (Wartburgkreis). Platz 2 belegt Sebastian Suffa, der seine Ausbildung zum Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement (Fachrichtung Großhandel) bei der Reifenzentrale Rieger + Ludwig GmbH in Augsburg absolviert hat. Der Drittplatzierte Leonardo Haziri wurde zum Kfz-Mechatroniker (Schwerpunkt Pkw-Technik) bei Ehrhardt Reifen + Autoservice GmbH & Co. KG am Standort Clausthal-Zellerfeld ausgebildet.

Platz 1 - Krayenberggemeinde

Wettbewerbsgewinner Jan Billerbeck wurde sein Beruf sozusagen in die Wiege gelegt: „Im Familienbetrieb meiner Eltern habe ich schon als Kind sehr gerne mitgeholfen – was das Interesse an Reifen geweckt hat“, sagt der 19jährige. So lag es nahe, dass er nach Abschluss der Realschule 2021 eine Ausbildung im Reifenhandwerk im Familienunternehmen aufnahm. Reifenservice Billerbeck mit Sitz in Thüringen bietet seit Oktober 2003 einen umfangreichen Service rund um Rad und Reifen: fachgerechte Reparaturen an Reifen für Pkw, Nutzfahrzeuge (Lkw-, AS- und EM-Reifen) und Motorräder sowie den Verkauf von Reifen und Rädern inklusive Montage und Radwechsel. Inhaber ist Jans Vater Raik Billerbeck, der als Meister für Reifen- und Vulkanisationstechnik den Branchennachwuchs im Betrieb ausbildet. Das Vater-Sohn-Gespann hat bestens funktioniert: Im Februar 2024 bestand Jan Billerbeck die Gesellenprüfung mit der Note „sehr gut“ und plant schon die nächsten Schritte im Beruf. Der leidenschaftliche Motocrossfahrer möchte eines Tages als Vulkaniseurmeister das Familienunternehmen weiterführen und plant zudem, seinen eigenen Motocross-Reifen zu bauen und zu testen.

Platz 2 - Augsburg

Der Zweitplatzierte im Wettbewerb, Sebastian Suffa, nahm nach dem 2019 abgelegten Abitur zunächst ein Studium in Mittelstandsökonomie auf, das auf Managementaufgaben in kleinen und mittleren Unternehmen vorbereiten soll. „Da ich mit meinem Studium in der ‚Coronazeit‘ doch sehr unzufrieden war, habe ich mich auf die Suche gemacht nach etwas, das mir Spaß machen könnte.“, berichtet der 24jährige. Schon immer interessiert an Autos und Motorrädern, sah er sich in der Branche nach Ausbildungsstellen um, stieß online auf das Ausbildungsangebot von Rieger + Ludwig und bewarb sich. Er bekam einen Vertrag und legte das Studium ad acta, um im Herbst 2021 seine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann anzutreten. Zweieinhalb Jahre später machte er den Abschluss mit Note „gut“. Der Großhandelskaufmann hat Freude an seinem Beruf und sieht sich in zehn Jahren auf einer Führungsposition, vielleicht sogar in seinem Ausbildungsunternehmen.

Platz 3 - Clausthal-Zellerfeld

Leonardo Haziri verspürte schon als Kind den Wunsch, Kfz-Mechatroniker zu werden. Geboren in Serbien und aufgewachsen in Italien, kam er 2018 nach Deutschland und konnte seinen Berufswunsch erst spät mit der Ausbildung bei Ehrhardt Reifen + Autoservice verwirklichen. „Mit 34 Jahren, Frau und zwei Kindern hätte ich zu Beginn meiner Ausbildung 2020 nie gedacht, dass ich mein Ziel erreichen würde“, so sagt er im Bewerbungsvideo. Der Weg war nicht leicht; aufgrund von Verständnisproblemen wollte er nach drei Monaten die Ausbildung fast schon aufgeben. Doch Familie und Kollegen gaben ihm Rückhalt und so hielt er trotz aller Schwierigkeiten durch. Dafür wurde er im Januar dieses Jahres mit dem Gesellenbrief und jetzt auch mit dem 3. Platz im BRV Ausbildungs-Award belohnt. Besonders stolz ist der Kfz-Mechatroniker darauf, dass sein Sohn später beruflich in seine Fußstapfen treten möchte. Er selbst möchte sich im Beruf weiterentwickeln und gern als Werkstattleiter in seinem Ausbildungsbetrieb arbeiten.

„Besonders in diesem Jahr zeigen die Werdegänge und Abschlüsse der Gewinner in unserem Wettbewerb, wie vielfältig die beruflichen Chancen sind, die die Reifenbranche bietet“, hebt BRV-Geschäftsführer Yorick M. Lowin hervor.

Gewinner Ausbildungs-Awards 2024


2023: Award für zwei Handwerker und eine Kauffrau

Starken Nachwuchs bilden Reifen- und Vulkaniseur-Handwerk aus, wie der BRV Ausbildungs-Award 2023 erneut gezeigt hat. Den Wettbewerb für Nachwuchskräfte der Branche schreibt der Fachverband seit 2018 zusammen mit den Partnern Continental und Platin Wheels aus.

In diesem Jahr machte es ein starkes Bewerberfeld aus ganz Deutschland der Jury nicht leicht. Die Wahl fiel schließlich auf zwei Reifenhandwerker der Fachrichtung Reifen- und Fahrwerktechnik und eine Absolventin einer kaufmännischen Ausbildung.

Patz 1 - München

Platz 1 ging an Kevin Schobert, ausgebildet zum Mechaniker für Reifen- und Vulkanisationstechnik bei der Heinrich Nabholz Autoreifen GmbH (Gräfelfing). Für ihn war der BRV Ausbildungs-Award 2023 schon die vierte Auszeichnung seiner hervorragenden Leistungen im erlernten Beruf. Für Bestnoten im Berufsschulabschuss verlieh ihm zunächst die Stadt München eine Anerkennungsurkunde. Dann platzierte sich der Reifenmechaniker im letztjährigen Berufswettbewerb „Profis leisten was“ des deutschen Handwerks mit seiner Einser-Gesellenprüfung im theoretischen wie im praktischen Teil zunächst als Landessieger im Bundesland Bayern und stand Ende des Jahres schließlich als Bundesbester im Gewerk „Reifenhandwerk“ auf dem Gewinnerpodest.

Der 25-jährige kam schon von Kindesbeinen an mit dem Reifenhandwerk in Kontakt. In dem von seinem Vater – selbst Vulkaniseur-Meister – 2010 übernommenen Reifenservicebetrieb in München habe er sich schon im jungen Alter in Lagerarbeiten, Radwechsel, Montage, Wuchten und Reifenreparaturen geübt. Einen Ausbildungsplatz zu finden sei gar nicht schwer gewesen, „da überall und gerade im Handwerk Leute gesucht werden, die anpacken können und Freude an diesem Job haben.“ Dass ihn beides auszeichnet, davon konnte der zielstrebige Nachwuchshandwerker jetzt auch die Jury des BRV-Ausbildungswettbewerbs überzeugen. Kaum den Gesellenbrief in der Tasche, hat Kevin Schobert schon im Oktober 2022 mit Erfolg die ersten Teile seiner Meisterprüfung absolviert und will noch dieses Jahr den Meistertitel im Reifenhandwerk erwerben. „Und dann möchte ich meine eigene Reifenwerkstatt haben und auch ausbilden!“

Platz 2 - Flensburg

Jana Finzen, die ihre Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement am nördlichsten Standort der Reifen Helm GmbH (Hamburg) gemacht hat, belegt Platz 2. Sie hatte sich zunächst beruflich im Einzelhandel orientiert, wollte sich dann aber verändern und suchte gezielt nach einem Ausbildungsbetrieb in der Kfz-Branche, in der auch ein großer Teil ihrer Familie tätig ist. Fündig wurde die 26-jährige beim Hamburger Unternehmen Reifen Helm, in dessen Flensburger Filiale sie sich mit Engagement und Erfolg zur Kauffrau für Büromanagement ausbilden ließ. Ihr betrieblicher Ausbilder bescheinigt ihr, dass sie sich äußerst schnell in eine „Männerdomäne“ eingearbeitet habe und persönlich wie auch fachlich auf einer „hervorragenden Lernkurve“ bewege. Sie selbst sieht sich in zehn Jahren weiterhin bei Reifen Helm: „Ich möchte eine Tätigkeit ausüben, die mir Spaß macht, mich fordert und Verantwortung mit sich bringt. Mir ist die persönliche Weiterentwicklung wichtig und ich weiß, dass mir hier die Chance dazu geboten wird.“

Platz 3 - Bodensee

Antonio Vincenzo Morabito (Platz 3) wurde zum Mechaniker für Reifen- und Vulkanisationstechnik bei Reifen Schmid in Heiligenberg/Wintersulgen ausgebildet. „Durch einen glücklichen Zufall“ kam er 2018 mit seinem späteren Ausbildungsunternehmen in Kontakt und beeindruckte gleich durch seinen Arbeitseifer sowie sein Interesse für den Beruf und das Handwerk allgemein. „So kam es dazu, dass er 2021 der erste Auszubildende unseres Familienunternehmens in dritter Generation wurde“, berichtet sein Ausbilder Benno Schmid und hebt Engagement und Leidenschaft des 23-jährigen für den gewählten Beruf hervor: „Mitarbeiter der Art, wie Herr Morabito es seinen Kollegen vorlebt, sind für die Zukunft jedes Unternehmens Gold wert.“ Wie Kevin Schobert hat auch Antonio Morabito kürzlich schon mit der Meisterausbildung im Reifenhandwerk begonnen.

Gewinner Ausbildungs-Awards 2023


2022: Ein Zweier-Team auf dem Siegertreppchen

Die Reifenhandels und -servicebranche bildet vielversprechenden Branchennachwuchs aus. Das wurde in diesem Jahr erneut bei der Vergabe der BRV Ausbildungs-Awards deutlich, die der BRV jährlich zusammen mit den Partnern Continental und Platin Wheels in einem Wettbewerb ausschreibt. Im Rahmen der Mitgliederversammlung des Verbandes am 23.05. in Köln wurden insgesamt vier Ausbildungsabsolventen mit dem BRV Ausbildungs-Award 2022 ausgezeichnet. Novum in diesem Jahr: Platz 1 gewann ein Zweier-Team, bestehend aus Vinzenz Sperlich und Hannes Vorbrodt, zwei Mechanikern für Reifen- und Vulkanisationstechnik, die ihre Ausbildung mit Erfolg in Niederlassungen der Ehrhardt Reifen + Autoservice GmbH & Co KG (Wulften) absolviert haben. Der Kfz-Mechatroniker Maximilian Roland Richter von point S Reifen Richter (Wernigerode) kam auf Platz 2 und Platz 3 im diesjährigen Wettbewerb errang Lars Seeliger, ausgebildet ebenfalls zum Kfz-Mechatroniker beim Premio Reifen + Autoservice Reifen Holley GmbH in Marktheidenfeld.

Platz 1: Ehrgeiz, gepaart mit Teamgeist

Aus den eingegangenen Bewerbungen wählte die dreiköpfige Fachjury als Sieger die beiden Mechaniker für Reifen- und Vulkanisationstechnik von Ehrhardt Reifen + Autoservice aus, die sich explizit als Zweier-Team um den BRV Ausbildungs-Award 2022 beworben hatten.

Vinzenz Sperlich wurde am Ehrhardt-Hauptsitz in Wulften ausgebildet und hat im Juni 2021 die Gesellenprüfung im Reifenhandwerk in der Fachrichtung Reifen- und Fahrwerktechnik mit Bravour bestanden. Für seine hervorragenden Leistungen wurde er im letztjährigen Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks bereits als Landessieger Hessen und als Zweitplatzierter auf Bundesebene ausgezeichnet. Sein Berufs- und Teamkollege Hannes Vorbrodt ist 23 Jahre alt und absolvierte seine Ausbildung im Ehrhardt-Betrieb in Magdeburg. Auch er hatte dort zunächst als Aushilfskraft begonnen und bekam dann, wie er sagt, „eine Perspektive in Form der Ausbildung aufgezeigt, wofür ich sehr dankbar bin.“ Er ist mit dem Thema Reifen schon sehr früh in Kontakt gekommen, da sein Vater, seit er denken könne, in der Reifenbranche tätig sei.

Hohes Interesse für den Beruf, gepaart mit guten Leistungen, dem Ehrgeiz, weiterzukommen und auch noch Teamgeist: Mit diesem Profil haben die beiden Jung-Handwerker rundum überzeugt, weshalb die Jury ihnen den ersten Platz im Wettbewerb zuerkannte.

Platz 2: Berufsziel Unternehmer

Ehrgeiz und Wissbegierde bringt auch der Zweitplatzierte im Wettbewerb für seinen Beruf mit. Der 24-jährige Maximilian Roland Richter ist Kfz-Mechatroniker und hat seine Ausbildung in diesem Berufsbild im Familienunternehmen point-S Reifen Richter in Wernigerode absolviert. Sein Vater ist sein Vorbild, der es nicht nur geschafft hat, Familie, Selbstständigkeit und eigene Interessen unter einen Hut zu bekommen, sondern auch den Familienbetrieb auszubauen. Mit dem Ziel vor Augen ähnliches erreichen zu wollen, hat Richter junior zunächst ein Bachelorstudium in Betriebswirtschaft absolviert und ist anschließend direkt im zweiten Lehrjahr in die Berufsausbildung zum Kfz-Mechatroniker eingestiegen. Keine zwei Jahre später hatte er den Gesellenbrief in der Tasche und arbeitet jetzt als Geselle im Familienunternehmen mit, den er – in den „Fußstapfen seiner Vorfahren“ – gern eines Tages in 5. Generation übernehmen möchte.

Platz 3: Hobby zum Beruf gemacht

Der 23-jährige Lars Seeliger, Reifen Holley GmbH Premio Reifen+Autoservice, ist Kfz-Mechatroniker und eigentlich eher durch Zufall auf die Ausbildung aufmerksam geworden. Der Entschluss es mit der Ausbildung zu versuchen kam recht spontan, doch da Autos und Technik seine Hobbys sind, hat er auch entsprechend Spaß an seinem Beruf und kann nun seinen Gesellenbrief im Kfz-Handwerk vorweisen. Persönlich zeichnet er sich durch schnelle Auffassungsgabe, Hilfsbereitschaft und Teamfähigkeit aus. Seine Gesellenprüfung hat er mit der Gesamtnote „gut“ bestanden und für die überdurchschnittlich guten Leistungen während seiner Berufsschulzeit wurde ihm der Schulpreis der Staatlichen Berufsschule Main-Spessart sowie die Urkunde der Regierung von Unterfranken verliehen.

Gewinner Ausbildungs-Awards 2022


2021: Vielversprechender Branchennachwuchs

Die Reifenhandels und -servicebranche bildet vielversprechenden Branchennachwuchs aus. Das wurde bei der Vergabe der diesjährigen BRV Ausbildungs-Awards deutlich, die der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV) jährlich in einem Wettbewerb ausschreibt. Mit dem BRV Ausbildungs-Award 2021 wurden am 21.09. in Köln der Mechaniker für Reifen- und Vulkanisationstechnik Sven Peter (Pneuhage Reifendienste Ost, 1. Platz), die Kfz-Mechatronikerin Désirée Philipp (Vergölst, Platz 2) und die Kauffrau für Büromanagement Jennifer Wachter (Reifen Göggel, Platz 3) ausgezeichnet.

Zusammen mit den Sponsoren Continental und Platin Wheels hatte der Branchenfachverband im 4. Jahr in Folge junge Fachkräfte der Reifenhandels- und Reifenservicebranche zur Bewerbung aufgerufen. 

Aus den eingegangenen Bewerbungen wählte die dreiköpfige Fachjury den 22jährigen Sven Peter als Sieger aus. Der bei Pneuhage Reifendienste Ost ausgebildete Reifenhandwerker wurde für seine Bestnote beim Ausbildungsabschluss 2020 in diesem Gewerk schon als letztjähriger Bundessieger in dem vom Handwerks-Dachverband ZDH organisierten Wettbewerb „Profis leisten was“ ausgezeichnet. „Meine größte Herausforderung war das breite Fachwissen, welches man sich aneignen muss. Neben dem handwerklichen Geschick gibt es viel zu wissen und zu beachten. Selbst nach der Ausbildung gibt es noch so viel zu lernen.“, so beschreibt der engagierte junge Reifenspezialist die Anforderungen in diesem Berufsbild, die er seit Beginn der Ausbildung mit Bravour meistert. Arbeitstempo und -menge in praktischen Arbeiten lagen bei ihm schon während der Ausbildung „stets sehr weit über den an Auszubildende zu stellenden Erwartungen“, so bescheinigt sein Ausbilder.

Désirée Philipp, die 21jährige Zweitplatzierte im BRV-Ausbildungswettbewerb, absolvierte ihre dreijährige Ausbildung zur Kfz-Mechantronikerin in einer Niederlassung der Vergölst GmbH. Ihre Leidenschaft zum Kfz ließ sie diesen Beruf wählen. Besonders interessiert sie sich für Fahrzeugtuning und ist fasziniert, „dass der Kreativität im Kfz-Bereich, vom TÜV mal abgesehen, keine Grenzen gesetzt sind.“ Größtes Hobby ist ihr Auto und ihr Ziel ist es, Werkstattmeisterin in einem größeren Betrieb zu sein, mit Auszubildenden, denen sie ihr erlerntes Wissen weitergeben kann. Dabei zeigt sie großen Ehrgeiz: Die Ausbildung zur Kfz-Meisterin beginnt sie im Oktober 2021 und will im Juli 2022 damit fertig sein. Der Plan ist, ab Ausbildungsbeginn 2022 als angestellte Meisterin bereits selbst einen Auszubildenden zu haben.

Dritte im Bunde der diesjährigen BRV Ausbildungs-Award-Gewinner/innen ist die 23jährige Jennifer Wachter, kaufmännisch ausgebildet beim Reifengroßhändler Göggel. In ihrer Ausbildung habe sie am meisten die erste Wintersaison herausgefordert, schildert die Kauffrau für Büromanagement: „Ich wusste nicht was auf mich zukommt und hätte auch niemals damit gerechnet, dass so ein hohes Aufkommen auf einmal kommt.“ Ihre Schnelligkeit, gepaart mit Präzision und Empathie, lässt sie diese Herausforderungen bewältigen. Ihr Traumjob ist es, die Assistentin einer Geschäftsleitung zu werden, weil sie sehr gern Dinge plant und organisiert.

Drei Berufe, drei sehr engagierte junge Fachkräfte mit beruflichen Perspektiven: Die Ergebnisse im Wettbewerb um den BRV Ausbildungs-Award 2021 zeigen, dass die Reifenbranche auf qualifizierte Ausbildung setzt und für Interessenten an einer dualen Berufsausbildung facettenreiche Möglichkeiten zum Karriereeinstieg bietet!

Gewinner Ausbildungs-Awards 2021


2020: Pneuhage siegte in beiden Kategorien

Am 23.09.2020 wurden die Preisträger im Wettbewerb um den BRV-Ausbildungs-Award 2020 ausgezeichnet. Die Gewinner 2020 waren Pneuhage Reifendienste Süd GmbH in der Kategorie Ausbildungsbetriebs-Award und Levi Scheffold aus demselben Unternehmen in der Kategorie Auszubildende. Auf den Plätzen 2 und 3 folgen Max Haushahn (Reifen Helm GmbH) und Simon Rudolf (Vergölst GmbH) in der Kategorie Auszubildende sowie das Premio-Partnerunternehmen Benjamin Beilicke e.K. und die Reifen Stiebling GmbH als Ausbildungsbetriebe.

Ausbildungs-Award

Der 22-jährige Levi Scheffold konnte die dreiköpfige Fachjury in der Kategorie Ausbildungs-Award überzeugen. Seine Ausbildung zum Mechaniker für Reifen- und Vulkanisationstechnik absolvierte der Realschulabsolvent in der Pneuhage-Niederlassung Rastatt, wo er – wie ihm sein Ausbildungsbetrieb bescheinigt – „konzentriert bei der Sache, immer wissbegierig und bereit“ gewesen sei, „viel Zeit in seinen guten Ausbildungsabschluss zu investieren“. Lohn des Engagements war nicht nur eine bestandene Gesellenprüfung, sondern mit seinem Ausbildungsabschluss wurde Levi Scheffold zudem 1. Landessieger in Baden-Württemberg und Drittplatzierter auf Bundesebene im letztjährigen Leistungswettbewerb des Reifenhandwerks. Eine Leistung, auf die ausdrücklich auch sein Ausbildungsbetrieb Pneuhage „sehr stolz“ ist, der ihn mittlerweile bei der im Mai 2020 begonnenen Meisterausbildung unterstützt. In zehn Jahren sieht der zielstrebige Nachwuchshandwerker sich selbst als Meister für Vulkanisations- und Fahrwerkstechnik, mit seinen eigenen Auszubildenden und einer leitenden Position in der Werkstatt.

Gewinner Ausbildungs-Awards 2020

Ausbildungsbetrieb 

In der Kategorie Ausbildungsbetrieb überzeugte die Pneuhage Reifendienste Süd GmbH mit einer herausragenden Ausbildungsquote von 12 Prozent, vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten in zahlreichen technischen, kaufmännischen und sogar gestalterischen Berufsbildern, internen Weiterbildungs- und Fördermaßnahmen während der kompletten Ausbildungszeit, einem systematischen „Onboarding“ der Nachwuchskräfte, Qualifizierungspraktika für schulisch geringer Qualifizierte und einer Übernahmegarantie bei erfolgreichem Ausbildungsabschluss. „Freie Stellen werden vorrangig mit geeigneten Mitarbeitern besetzt, die sich bei uns entwickelt und qualifiziert haben.“, so die Unternehmensstrategie, die sich auch angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels auszeichnet.

Gewinner Ausbildungsbetriebe 2020

2019: Zwei Wettbewerbskategorien, drei erste Plätze

Am 24.05.2019 wurden die Preisträger im Wettbewerb um den BRV-Ausbildungs-Award 2019 ausgezeichnet. Die Sieger 2019 waren Reifen Ehrhardt und Reifen Stiebling in der Kategorie Ausbildungsbetriebs-Award (beide 1. Platz) sowie Jonathan Laur von REIFF Reifen und Autotechnik in der Kategorie Auszubildende. Zweitbester Azubi des Jahres wurde Niklas Stoll (Hammes Reifen- und Autoservice), den dritten Platz teilen sich Orkan Akman (Premio W. Johann) und Redur Önen (Secura Reifenservice). Weitere Auszeichnungen an Ausbildungsbetriebe wurden nicht vergeben.

Ausbildungs-Award

Der 25-jährige Jonathan Laur konnte die dreiköpfige Fachjury in der Kategorie Ausbildungs-Award überzeugen. Seine Ausbildung als Kaufmann im Groß- und Außenhandel (Fachrichtung Großhandel) konnte der Abiturient aufgrund herausragender betrieblicher und schulischer Leistungen von drei auf zweieinhalb Jahre verkürzen. Für seine sehr gute Abschlussprüfung wurde er von der IHK Reutlingen bei der Bestenehrung gewürdigt.

Schon nach der Hälfte der Ausbildungszeit bot ihm die Geschäftsführung an, sich in den Bereich Einkauf und Analyse einzuarbeiten. Hier unterstützte er nach Übernahme der REIFF Reifen und Autotechnik GmbH durch die EfTD Germany Holding GmbH tatkräftig die Eingliederung seines Ausbildungsunternehmens in die neue Unternehmensgruppe. „Von Anfang an hat Herr Laur seine Berufsausbildung mit außerordentlichem Engagement und stets großem und regem Interesse betrieben“, hob die Ausbildungsleiterin von REIFF hervor und beschreibt ihn als sehr freundlichen, dabei lernbegierigen, aufmerksamen und auffassungsstarken Azubi mit jederzeit sehr hohem Verantwortungsbewusstsein. Seit dem Abschluss seiner Ausbildung im Januar 2018 arbeitet der Großhandelskaufmann bei Reiff als Sachbearbeiter Einkauf und Analyse, wo er zugleich als Ausbildungsbeauftragter die Azubis in seiner Abteilung einarbeitet, betreut und ihnen innerbetrieblichen Unterricht zum Reifeneinkauf erteilt. In zehn Jahren sieht sich Jonathan Laur selbst in einer leitenden Position mit Abschluss zum Betriebswirt.

Ausbildungsbetrieb

In der Kategorie Ausbildungsbetrieb überzeugten die Filialunternehmen Ehrhardt Reifen + Autoservice GmbH & Co. KG (Wulften) und Reifen Stiebling GmbH (Herne) die Jury gleichermaßen, so dass sich die Unternehmen den ersten Platz teilen. „Von der Azubi-Werbung über die Einführungstage zu Beginn und die individuelle Betreuung während der Ausbildung bis hin zur Übernahme nach deren Abschluss – die Konzepte beider Unternehmen sowie ihre überdurchschnittlich hohen Ausbildungsquoten zeigen, dass sie die betriebliche Ausbildung als Investition in die Zukunft begreifen. Dabei wollen sie den jungen Menschen stets auf Augenhöhe begegnen und sie bestmöglich fordern und fördern.“, sagt Jurymitglied und BRV-Vorsitzender Stephan Helm. In einer Branche, in der der Fachkräftemangel immer spürbarer werde, verdiene das die höchste Anerkennung.

Gewinner des Ausbildungs- und Ausbildungsbetriebs-Awards 2019

2018: BRV-Ausbildungs-Award erstmals verliehen – das sind die Gewinner

Am 28. Mai 2018 hat der BRV erstmals den BRV-Ausbildungs-Award verliehen. Der Wettbewerb rund um die Ausbildung in der Reifenservicebranche hat drei Kategorien: Ausgezeichnet werden Auszubildende, Ausbildungsbetriebe sowie Azubis und Praktikanten, die selbst einen Migrationshintergrund oder die sich mit einer außergewöhnlichen Geschichte oder Engagement für Integration eingesetzt haben.

Anlässlich der Mitgliederversammlung des Verbandes am 28. Mai 2018 im Congress Center Nord der Koelnmesse fand die Preisverleihung an die Gewinner in den insgesamt drei Kategorien des Wettbewerbs statt:

Der Sieg in der Kategorie Ausbildungs-Award ging an Velislav Hinkov, der eine Ausbildung zum Reifentechniker/Vulkaniseur in dem Filialunternehmen Reifen Lorenz erfolgreich absolvierte. Der ehrgeizige junge Mann hat viel Spaß an seinem Beruf – besonders der Reparatur von Großreifen - und klare Aufstiegspläne: Im vergangenen Jahr zum Bundessieger im Bundesleistungswettbewerb des Vulkaniseur-Handwerks gekürt, plant er für die Zukunft schon den Erwerb des Meistertitels.

Ebenfalls über die Auszeichnung als „bester Azubi 2017“, eine Prämie und Sachpreise konnten sich Léon Enckhusen, bei Reifen Helm ausgebildeter Mechaniker für Reifen- und Fahrwerktechnik (Platz 2) und die Kauffrau für Büromanagement Tiffany Eisele aus dem Unternehmen Pneuhage (Platz 3) freuen. Alle drei Finalisten konnten mit ihren Bewerbungsunterlagen und -videos die Fachjury überzeugen.

In der Kategorie Ausbildungsbetriebs-Award ging der erste Platz an die Pneuhage Management GmbH & Co. KG, die sich besonders durch vielfältige Ausbildungsangebote, eine mit 12 Prozent der Belegschaft hohe Ausbildungsquote und interne Weiterbildungsmaßnahmen während der kompletten Ausbildung auszeichnet. Die Leiterin der Aus- und Weiterbildungsabteilung Christiane Etscheid nahm zusammen mit Geschäftsführer Johannes Kuderer für das Unternehmen die Auszeichnung entgegen.

Den zweiten Platz im Rennen um die Auszeichnung als bester Ausbildungsbetrieb der Branche eroberte das Unternehmen Benjamin Beilicke e.K. Premio Reifen- und Autoservice, dicht gefolgt von Ehrhardt Reifen + Autoservice GmbH & Co. KG auf Platz 3. Auch für sie gab es Geld- und Sachpreise.

Die dritte Kategorie schließlich ist ein Sonderpreis Integrations-Award. Dieser Teil des Wettbewerbs richtete sich an Azubis und Praktikanten mit Migrationshintergrund und an Auszubildende, die sich mit einer außergewöhnlichen Geschichte oder Engagement für Integration eingesetzt haben. Hier konnte Zenagebriel Tekle Brhane die Jury überzeugen. Der junge Mann stammt aus Eritrea und kam 2013 im Alter von knapp 26 Jahren nach Deutschland. Auf einer Infoveranstaltung beim Kölner Arbeitsamt im Frühjahr 2016, auf dem das Unternehmen Pneuhage Reifendienste Arbeitssuchende über die verschiedenen Arbeitsplätze in seinen Niederlassungen informierte, fiel er durch sein starkes Interesse an einer Ausbildung im Reifenhandwerk positiv auf. Er wurde zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen und das Unternehmen entschied sich trotz sprachlicher Hemmnisse, es gemeinsam mit ihm zu versuchen. „Bis jetzt verläuft die Ausbildung positiv, wenn man auch immer wieder vor neuen Herausforderungen steht.“, hob der Leiter der Kölner Niederlassung der Pneuhage Reifendienste Süd GmbH, in der Zenagebriel seit dem Herbst 2016 seinen Wunschberuf Mechaniker für Reifen- und Vulkanisationstechnik erlernt, in der Bewerbung um den Award hervor. „Aber gemeinsam mit dem Azubi, den Kollegen aus der Zentrale und Niederlassung konnten wir bis jetzt alle Fälle gemeinsam lösen. Ich würde mich freuen, wenn der Wunsch von Herrn Tekle, sich in unsere Gesellschaft zu integrieren, durch einen solchen Preis belohnt wird.“

„Wir freuen uns über das Engagement für die berufliche Ausbildung in der Branche, das sich in allen Bewerbungen um den diesjährigen Ausbildungs-Award widerspiegelt“, hebte BRV-Geschäftsführer Yorick M. Lowin hervor.

 

Gewinner Ausbildungs-Award und Integrations-Award